Schulsoziarbeit

Ziele

St├Ąrkung sozialer und pers├Ânlicher F├Ąhigkeiten des Einzelnen als Teil einer Gruppe,
Integration junger Menschen im Prozess der Entwicklung demokratischer Strukturen,
Benachteiligtenf├Ârderung, Vorbeugung negativer Schulkarrieren in Kooperation mit den Lehrer/innen
Kooperation mit anderen Standorten der Schulsozialarbeit des Tr├Ągers

 976774 527069220690828 1968268519 os

Foto: Thomas Leuthard

Rechtsgrundlagen

Rechtsgrundlage f├╝r die Schulsozialarbeit ist das Sozialgesetzbuch (SGB) Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfe.

Schulsozialarbeit dient den allgemeinen Zielen und Aufgaben der Jugendhilfe nach ┬ž 1 SGB VIII und setzt sie unter den spezifischen Bedingungen und Anforderungen des schulischen Lebensraumes um; sie f├Ârdert die individuelle und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, indem sie an der Schule Aktivit├Ąten anbietet, durch die Sch├╝ler/ innen ├╝ber das schulische Angebot hinaus ihre F├Ąhigkeiten entfalten, Anerkennung erfahren und soziale Prozesse gestalten k├Ânnen.
Schulsozialarbeit leistet Jugendarbeit gem├Ą├č ┬ž 11 SGB VIII und richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen mit de Ziel, ÔÇ×sie zur Selbstbestimmung zu bef├Ąhigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anzuregen und hinzuf├╝hren.ÔÇť
Schulsozialarbeit leistet Jugendsozialarbeit gem├Ą├č ┬ž 13 SGB VIII f├╝r solche Kinder und Jugendliche, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligung oder zur ├ťberwindung individueller Beeintr├Ąchtigungen in erh├Âhtem Ma├če auf Unterst├╝tzung angewiesen sind.
Schulsozialarbeit leistet erzieherischen Kinder- und Jugendschutz nach ┬ž 14 SGB VIII sowie Beratung in Erziehungsfragen nach ┬ž 16 SGB VIII und tr├Ągt so zur allgemeinen F├Ârderung der Erziehung in Familien bei. Schulsozialarbeit vernetzt den schulischen Lebensraum mit anderen Jugendhilfeleistungen insbesondere der Hilfen zur Erziehung (┬ž┬ž 27- 35 SGB VIII) und leistet die in ┬ž 81 SGB VIII geforderte Kooperation mit anderen Stellen und ├Âffentlichen Einrichtungen.


Rahmenbedingungen

Die Schulsozialarbeit soll r├Ąumlich in der Schule / im Schulzentrum verortet werden, hierf├╝r gelten nachstehende Voraussetzungen:

  • Das B├╝ro der Schulsozialarbeit ist auch au├čerhalb der ├ľffnungszeiten der Schule f├╝r Sch├╝ler und Eltern zu erreichen.
  • Das B├╝ro ist von seiner Gr├Â├če geeignet um Beratungsgespr├Ąche zu f├╝hren.
  • Das B├╝ro verf├╝gt ├╝ber eine eigene Telefonnummer (Durchwahl) welche auch au├čerhalb der ├ľffnungszeiten der Schule erreichbar ist.
  • Das B├╝ro hat eine ├╝bliche Ausstattung (Schreibtisch, Besprechungstisch, verschlie├čbare Schr├Ąnke, PC, Internetanschluss)
  • Zus├Ątzlich zum B├╝ro sollte die Schulsozialarbeit ├╝ber einen Raum f├╝r Gruppenaktivit├Ąten mit entsprechender (jugendgerechter) Ausstattung verf├╝gen.
  • Dar├╝ber hinaus verf├╝gt die Schulsozialarbeit ├╝ber einen eigenen Sachkostenetat.

 

Angebotsstruktur

Die Angebotsstruktur grunds├Ątzlich gegliedert in schul├╝bergreifende (S├ť) und schulspezifische (SS) Angebote.Zu ├╝berlegen ist, ob die einzelnen Angebote zu kontingentieren sind.

Durchf├╝hrung von Projekten und Gruppenangeboten (S├ť)

Die Schul├╝bergreifende Projektarbeit soll der Schwerpunkt der Schulsozialarbeit in Burbach sein. Aufbau und F├Ârderung sozialer Kompetenzen geschehen am einfachsten innerhalb einer Gruppe, die vielfach von den Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern als vertrauter und sicherer Rahmen erlebt wird In diesem Zusammenhang k├Ânnten z.B. folgende Ma├čnahmen durchgef├╝hrt werden:

  • Gruppentraining zum sozialen Lernen und zur Pers├Ânlichkeitsentwicklung
  • Angebote zur beruflichen Orientierung
  • Begleitung von Klassenfahrten mit sozialer Zielsetzung

Beratung von Eltern und Lehrkr├Ąften (SS)

In der schulischen Beratung wird immer wieder deutlich, dass sich viele Eltern in kritischen Familien-, Erziehungs- und Schulsituationen nur schwer dazu entschlie├čen, Hilfen durch au├čerschulische Institutionen zu akzeptieren bzw. zu beantragen, so dass notwendige Ma├čnahmen oft viel zu sp├Ąt einsetzen. Im Rahmen der Schulsozialarbeit ist zu denken an:

  • Beratung der Eltern und Erziehungsberechtigten bei abweichendem Verhalten der Kinder und Jugendlichen und Erziehungsschwierigkeiten
  • Zusammenarbeit mit Lehrkr├Ąften bez├╝glich auff├Ąlliger Sch├╝lerinnen u. Sch├╝ler
  • Beratende Teilnahme an Klassenkonferenzen
  • Mitarbeit bei der Gestaltung individueller F├Ârderpl├Ąne

Einzel- und Krisenintervention (SS)

Innerhalb der Schule treten h├Ąufig Probleme auf, die in besonderem Ma├če einzelne Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler bzw. Sch├╝lergruppen betreffen. Unterst├╝tzende T├Ątigkeiten sind hier:

  • Aktuelle Kriseninterventionen unter Beachtung der au├čerschulischen Kontakte
  • Klientenzentrierte Beratungsgespr├Ąche
  • Bearbeitung der Hintergr├╝nde von aggressivem Verhalten oder autoaggressivem
  • Verhalten (Opferrolle)
  • Vermittlung von weitergehenden Ma├čnahmen der Jugendhilfe


Vernetzung und Gremienarbeit

Eine weiter wichtige Aufgabe ist die Vernetzung des Angebotes und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Konzeption Hierzu z├Ąhlen:

  • Die Schule ist der engste und wichtigste Kooperationspartner der Schulsozialarbeit. Schulsozialarbeit wirkt als ÔÇ×System im SystemÔÇť
  • Kooperation mit der Jugendhilfe, im besonderen mit dem RSD (Regionaler Sozialdienst) des Kreises Siegen Wittgenstein.
  • Kooperation mit Institutionen der pr├Ąventiven Hilfe
  • Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit, hier besonders die CAJ
  • Zusammenarbeit ├Ârtlichen Vereinen
  • Integration in bestehende regionale Netzwerke der Jugendarbeit, Sozialarbeit und Jugendhilfe
  • Pr├Ąsentation der Arbeit in der ├ľffentlichkeit
  • Evaluation und konzeptionelle Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit