Schulsoziarbeit

Ziele

Stärkung sozialer und persönlicher Fähigkeiten des Einzelnen als Teil einer Gruppe,
Integration junger Menschen im Prozess der Entwicklung demokratischer Strukturen,
Benachteiligtenförderung, Vorbeugung negativer Schulkarrieren in Kooperation mit den Lehrer/innen
Kooperation mit anderen Standorten der Schulsozialarbeit des Trägers

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Foto: Thomas Leuthard

Rechtsgrundlagen

Rechtsgrundlage für die Schulsozialarbeit ist das Sozialgesetzbuch (SGB) Achtes Buch (VIII) - Kinder- und Jugendhilfe.

Schulsozialarbeit dient den allgemeinen Zielen und Aufgaben der Jugendhilfe nach § 1 SGB VIII und setzt sie unter den spezifischen Bedingungen und Anforderungen des schulischen Lebensraumes um; sie fördert die individuelle und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, indem sie an der Schule Aktivitäten anbietet, durch die Schüler/ innen über das schulische Angebot hinaus ihre Fähigkeiten entfalten, Anerkennung erfahren und soziale Prozesse gestalten können.
Schulsozialarbeit leistet Jugendarbeit gemäß § 11 SGB VIII und richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen mit de Ziel, „sie zur Selbstbestimmung zu befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anzuregen und hinzuführen.“
Schulsozialarbeit leistet Jugendsozialarbeit gemäß § 13 SGB VIII für solche Kinder und Jugendliche, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligung oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind.
Schulsozialarbeit leistet erzieherischen Kinder- und Jugendschutz nach § 14 SGB VIII sowie Beratung in Erziehungsfragen nach § 16 SGB VIII und trägt so zur allgemeinen Förderung der Erziehung in Familien bei. Schulsozialarbeit vernetzt den schulischen Lebensraum mit anderen Jugendhilfeleistungen insbesondere der Hilfen zur Erziehung (§§ 27- 35 SGB VIII) und leistet die in § 81 SGB VIII geforderte Kooperation mit anderen Stellen und öffentlichen Einrichtungen.


Rahmenbedingungen

Die Schulsozialarbeit soll räumlich in der Schule / im Schulzentrum verortet werden, hierfür gelten nachstehende Voraussetzungen:

  • Das Büro der Schulsozialarbeit ist auch außerhalb der Öffnungszeiten der Schule für Schüler und Eltern zu erreichen.
  • Das Büro ist von seiner Größe geeignet um Beratungsgespräche zu führen.
  • Das Büro verfügt über eine eigene Telefonnummer (Durchwahl) welche auch außerhalb der Öffnungszeiten der Schule erreichbar ist.
  • Das Büro hat eine übliche Ausstattung (Schreibtisch, Besprechungstisch, verschließbare Schränke, PC, Internetanschluss)
  • Zusätzlich zum Büro sollte die Schulsozialarbeit über einen Raum für Gruppenaktivitäten mit entsprechender (jugendgerechter) Ausstattung verfügen.
  • Darüber hinaus verfügt die Schulsozialarbeit über einen eigenen Sachkostenetat.

 

Angebotsstruktur

Die Angebotsstruktur grundsätzlich gegliedert in schulübergreifende (SÜ) und schulspezifische (SS) Angebote.Zu überlegen ist, ob die einzelnen Angebote zu kontingentieren sind.

Durchführung von Projekten und Gruppenangeboten (SÜ)

Die Schulübergreifende Projektarbeit soll der Schwerpunkt der Schulsozialarbeit in Burbach sein. Aufbau und Förderung sozialer Kompetenzen geschehen am einfachsten innerhalb einer Gruppe, die vielfach von den Schülerinnen und Schülern als vertrauter und sicherer Rahmen erlebt wird In diesem Zusammenhang könnten z.B. folgende Maßnahmen durchgeführt werden:

  • Gruppentraining zum sozialen Lernen und zur Persönlichkeitsentwicklung
  • Angebote zur beruflichen Orientierung
  • Begleitung von Klassenfahrten mit sozialer Zielsetzung

Beratung von Eltern und Lehrkräften (SS)

In der schulischen Beratung wird immer wieder deutlich, dass sich viele Eltern in kritischen Familien-, Erziehungs- und Schulsituationen nur schwer dazu entschließen, Hilfen durch außerschulische Institutionen zu akzeptieren bzw. zu beantragen, so dass notwendige Maßnahmen oft viel zu spät einsetzen. Im Rahmen der Schulsozialarbeit ist zu denken an:

  • Beratung der Eltern und Erziehungsberechtigten bei abweichendem Verhalten der Kinder und Jugendlichen und Erziehungsschwierigkeiten
  • Zusammenarbeit mit Lehrkräften bezüglich auffälliger Schülerinnen u. Schüler
  • Beratende Teilnahme an Klassenkonferenzen
  • Mitarbeit bei der Gestaltung individueller Förderpläne

Einzel- und Krisenintervention (SS)

Innerhalb der Schule treten häufig Probleme auf, die in besonderem Maße einzelne Schülerinnen und Schüler bzw. Schülergruppen betreffen. Unterstützende Tätigkeiten sind hier:

  • Aktuelle Kriseninterventionen unter Beachtung der außerschulischen Kontakte
  • Klientenzentrierte Beratungsgespräche
  • Bearbeitung der Hintergründe von aggressivem Verhalten oder autoaggressivem
  • Verhalten (Opferrolle)
  • Vermittlung von weitergehenden Maßnahmen der Jugendhilfe


Vernetzung und Gremienarbeit

Eine weiter wichtige Aufgabe ist die Vernetzung des Angebotes und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Konzeption Hierzu zählen:

  • Die Schule ist der engste und wichtigste Kooperationspartner der Schulsozialarbeit. Schulsozialarbeit wirkt als „System im System“
  • Kooperation mit der Jugendhilfe, im besonderen mit dem RSD (Regionaler Sozialdienst) des Kreises Siegen Wittgenstein.
  • Kooperation mit Institutionen der präventiven Hilfe
  • Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit
  • Zusammenarbeit örtlichen Vereinen
  • Integration in bestehende regionale Netzwerke der Jugendarbeit, Sozialarbeit und Jugendhilfe
  • Präsentation der Arbeit in der Öffentlichkeit
  • Evaluation und konzeptionelle Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit