Integrationshelfer

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Foto: Thomas Leuthard

1. Gesetzliche Grundlagen

SGB VIII, § 35a

2. Antragsteller

Antragsteller einer Integrationshilfe sind die Personensorgeberechtigten, HilfeempfÀnger ist das Kind / der Jugendliche.

 

3. Zielgruppe

Kinder und Jugendliche mit seelischen Behinderungen

 

4. Ziele

Kindern und Jugendlichen mit seelischer Behinderung soll der Besuch einer fĂŒr sie geeigneten und erreichbaren Einrichtung (Schule) ermöglicht werden.
Langfristiges Ziel soll die UnabhÀngigkeit und damit die Autonomie des Kindes / des Jugendlichen sein.

 

5. Leistung

Mögliche TÀtigkeiten:
Die Arbeit der Integrationsfachkraft orientiert sich an den individuell im Hilfeplan vereinbarten Zielen. Dabei bestimmen die individuellen FĂ€higkeiten und Fertigkeiten des Kindes/des Jugendlichen die Art und den Umfang der Hilfe.
Die Integrationshilfe in Schule kann ein Hilfs- und Kommunikationsmedium sein. Die pĂ€d. Fachkraft unterstĂŒtzt die lernbezogenen Angebote des Lehrers bei der Verarbeitung und Aufbereitung des Lernstoffes. Diese sollen die Integration in die Gruppe/Klasse, die Einrichtung, die Familie und die Gesellschaft fördern und ermöglichen.

Hilfen bei Konflikten:

  • Hilfen bei der Orientierung
  • Emotionale Stabilisierung und StĂŒtzung
  • UnterstĂŒtzung bei der Umsetzung der Anweisung der LehrkrĂ€fte
  • UnterstĂŒtzung bei Partner- und Gruppenarbeiten
  • Hilfen bei der Strukturierung der Arbeit
  • Kleinschrittige Strukturierung bei offenen Lernangeboten

...

6. Hilfeplanung

Auftragsanfragen werden von der GeschĂ€ftsstelle entgegen genommen. Das Jugendamt gibt erste notwendige Informationen zum Auftrag. Die Anfrage wird unverzĂŒglich beantwortet.

Da unter UmstÀnden geeignetes Personal akquiriert werden muss, sollte die Anfrage rechtzeitig z.B. vor Beginn des Schulbesuchs erfolgen.

Alle HilfeplangesprĂ€che werden unter FederfĂŒhrung des Jugendamtes durchgefĂŒhrt. Im ersten HilfeplangesprĂ€ch werden gemeinsam ĂŒbergeordnete Ziele der Hilfe erarbeitet.

Die Integrationsfachkraft hĂ€lt Kontakt zu den Personensorgeberechtigten des betroffenen Kindes / Jugendlichen und informiert ĂŒber die Entwicklung. Ebenso koordiniert sie die Hilfe im Alltag mit dem Fachpersonal der Schule.

HilfeplangesprĂ€che werden halbjĂ€hrlich durchgefĂŒhrt. Dazu erstellt der TrĂ€ger einen Vorbericht, der 14 Tage vor dem Termin vorgelegt wird.

 

7.1 Ausstattung, sÀchlich

Die Integrationshilfe wird in der Regel begleitend in Schulen erbracht.

Zudem stehen RĂ€umlichkeiten in der GeschĂ€ftsstelle des Jetzt e.V. und im alten Feuerwehrhaus Netphen, sowohl zur praktischen pĂ€dagogischen Arbeit als auch zur Beratung zur VerfĂŒgung.

 

7.2 Ausstattung, personell

Die Integrationshilfe wird durch Personal erbracht, welches auch in anderen Teams des Jetzt e.V. tÀtig sein kann. Die Qualifikation betreffend gibt es Stufungen:

  • Stufe 1: Helfer ohne pĂ€d. Ausbildung und ohne/mit wenig Erfahrung, z.B. Bundesfreiwilligendienstleistender
  • Stufe 2: Helfer ohne pĂ€d. Ausbildung aber mit langjĂ€hriger pĂ€d. Erfahrung z.B. aus der sozialen Gruppenarbeit oder aus anderen Hilfen
  • Stufe 3: PĂ€d. Mirtarbeiter/in mit pĂ€d Ausbildung im Bereich Erziehung, Heilerziehung, SozialpĂ€dagogik, Sozialarbeit oder Lehramt

 

8. QualitÀtsstandards

Die Angebote des Jetzt e.V. unterliegen folgenden QualitÀtssicherungsstandards:

  • StrukturqualitĂ€t: Zeitnahe Fortschreibung der Konzeption, Kollegiale Fallberatung im Team, RegelmĂ€ĂŸige und intensive Fallberatung im Einzelfall durch Koordinator/in
  • ProzessqualitĂ€t: Lösungsorientiertes Angebot im Sinne eines pĂ€dagogischen Dienstleisters, Fachliche Vorstellung des TrĂ€gers mit seinem Angebot gegenĂŒber RSD und Klienten, IntensitĂ€t und Dauer am Einzelfall orientiert
  • ErgebnisqualitĂ€t: Dokumentation im vereinbarten Rhythmus, Erstellung eines Jahresberichts